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| (Quelle: bloggerjury) |
Produktinformation:
Herausgeber : LYXErscheinungstermin : 31. Oktober 2025
Sprache : Deutsch
Seitenzahl der Print-Ausgabe : 464 Seiten
ISBN-10 : 3736325487
ISBN-13 : 978-3736325487
Lesealter : Ab 16 Jahre
Klappentext:
Meine Meinung:
Mornings in Boston ist eins dieser Bücher, die man aufschlägt und plötzlich merkt, dass man emotional viel weiter drin ist, als man geplant hatte. Es liest sich leicht und schnell, aber die Gefühle gehen trotzdem unter die Haut. Für mich war es wie ein Morgen mit Kaffee, leichten Bauchkribbeln und ein bisschen Herzweh, gemütlich, aber nicht oberflächlich.
Wir begleiten Penelope, die ihren Traumjob in einer Morning-Show bekommt, und Connor, ihren Co-Moderator, der am Anfang eher wie ein Hindernis wirkt als wie ein Teamkollege. Die beiden geraten ständig aneinander, necken sich, gehen sich gegenseitig auf die Nerven und genau daraus entsteht nach und nach etwas Tieferes. Hinter dem ganzen Scheinwerferlicht sieht man sehr deutlich den Druck, die Erwartungen, den Wunsch, „gut genug“ zu sein. Und das hat mich echt berührt, weil es so nachvollziehbar ist.
Besonders mochte ich die abwechselnden Perspektiven. Man ist wirklich in ihren Köpfen und spürt die Unsicherheit, den inneren Kampf, die Anziehung, die sie eigentlich nicht fühlen wollen und doch tun. Ich hatte schnell das Gefühl, mit ihnen zu viben. Sie sind keine perfekten Protagonisten, sondern Menschen mit Vergangenheit, Fehlern und offenen Wunden. Und genau das macht sie greifbar.
Sehr schön ist auch die Grundidee der Geschichte: Es geht nicht nur darum, wer sich in wen verliebt, sondern auch darum, welche Geschichten wir über uns selbst erzählen und welche davon uns festhalten oder befreien. Penelopes Trauer um ihre Schwester zieht sich still, aber spürbar durch das Buch und gibt der Geschichte eine sanfte Tiefe. Gleichzeitig gibt es witzige Dialoge, Sticheleien, charmante Momente, diese Mischung aus Leichtigkeit und Gefühl hat mir unglaublich gefallen.
Der Schreibstil ist einfach und flüssig, sodass man wirklich schnell durch die Seiten fliegt, aber trotzdem bleibt etwas hängen. Man merkt, wie sich aus Abneigung langsam Nähe entwickelt, wie Schutzmauern fallen und wie beide lernen, sich selbst ehrlich anzusehen. Es ist eine kleine Gefühlsachterbahn, nicht laut dramatisch, sondern nah und echt.
Und genau deshalb fühlt sich das Buch so richtig an: Es ist super für zwischendurch, ja, aber man nimmt trotzdem Emotionen und Gedanken mit. Man legt es zur Seite und hat dieses warme Nachgefühl im Herzen.



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